Altes Hobby – Neu entdeckt

Manchmal braucht es eine gewisse Zeit, um sich zu entscheiden, was man machen möchte. Gewisse Anschübe, Erlebnisse, Begegnungen können dabei helfen.

Auf unserem Dachboden lagerten schon seit ewiger Zeit zwei Teleskope, welche genauso lange nicht mehr verwendet wurden. Es handelt sich um einen selbstgebauten Refraktor und ein kleines, ebenfalls selbstgebautes, Spiegelteleskop nach der newtonschen Bauart.

Der Zustand des Refraktor war besonders erbarmungswürdig. Deshalb entschied ich mich, diesen in einen nutzbaren Zustand zu versetzen. Es handelt sich übrigens um ein Zeiss-Objektiv mit 50 mm Öffnung und 540 mm Brennweite.

Objektiv 50/540  von Carl-Zeiss-Jena
Objektiv 50/540 von Carl-Zeiss-Jena

So musste der Tubus erneuert werden. Zum Glück gab es ein entsprechendes Angebot im Netz. Die Abmessungen des Plastikrohres passten. Drei Madenschrauben halten Das Objektiv im Tubus. Der Okularauszug stamm ebenfalls von Zeiss Jena und wurde früher am bekannten Schulteleskop „Telementor“ verwandt. Ein ebenfalls selbstgebautes Zenitprisma vervollständigt die Konstruktion. Die angebrachte Taukappe ist original aus dem Baumarkt.

Objektiveseite des kleinen Teleskops
Okularseite mit Auszug und Zenitprisma sowie Steckhülse für Okulare
Das kleine Newton-Teleskop (90/640)

Beim Newton-Spiegel habe ich lediglich eine Justierung vorgenommen. Am besten wäre es hier, die Montierung gegen eine Rockerbox zu tauschen und den „Kleinen“ in ein Dobson zu verwandeln 😉

Da ich für den Refraktor noch kein Stativ hatte, überlegte ich eine Montierung EQ-1 zu kaufen. Neupreis bei Astroshop: 99,- €. Da war es ein Glücksfall, dass mir ein Angebot für einen 80/900 Refraktor bei Amazon ins Auge viel. Das Gerät wurde für 84,- € samt Montierung angeboten. Dieses habe ich mir besorgt.

Die Gartensternwarte ist eröffnet

Bisher konnte ich das Gerät an Mond, Mars und auch am Oriennebel und den Plejaden testen. Die Abbildungsleistung ist besser als erwartet. Ich habe jedenfalls keine Farbsäume gesehen. Die Optik kann ich jedenfalls empfehlen.

Und ja: Die EQ-1 wackelt. Damit muss man leben. Bei starkem Wind ist ein Beobachten nicht möglich. Um dem Stitiv einen besseren Stand zu spendieren, habe ich mal einen Beutel mit Feldsteinen angehängt. Dadurch steht sie felsenfest auf dem Untergrund. Die Montierung zittert jedoch dennoch.

Durch ein Gewicht am Stativ erhöht sich die Standfestigkeit.

Als nächstes muss ich noch zwei Schellen für den kleinen 50mm-Refraktor basteln, um diesen an der Montierung nutzen zu können.

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