Gedanken zu Regelungen

1007071 Manchmal erwischt sich wohl jeder dabei, dass er am Nachbarn irgend etwas komisch oder zumindest anders findet. Befremdlich ist wohl das richtige Wort. Meine Frage ist, ob dies das Gleiche ist, wie die Angst vor dem Fremden oder auch vor den Fremden? Angst ist ja eines der intensivsten Gefühle. Sie lässt uns Dinge machen, welche wir ohne sie wohl nicht fähig wären zu tun. Durch Angst kann man aber auch Macht ausüben. Das machten sich bereits mehr oder weniger große Herscher zu Nutze.

Und auch heute wird unablässig mit diesem starken Gefühl „gespielt“. Beispielsweise haben Menschen offenbar große Angst vor einem selbstbestimmten Leben. Kaum dass es nicht so gut läuft, wird der Staat dafür verantwortlich gemacht. Der Ruf nach dem alles regelnden und kontrollierenden Tyrann wird dadurch manchmal übermächtig.

Jeder kann diesbezüglich sicher einige Erfahrungen vorweisen. Falls wir beispielsweise bei einem Kauf über den Tisch gezogen werden, wünschen wir, der Staat möge Gesetze erlassen, welche das verhindern. Wir hätten jedoch auch vor dem Kauf auf den jeweiligen Preis achten können. Auch die Reputation des Verkäufers spielt eine Rolle.

Mindestlohn: Einer Forderung von SPD und Linken

Als weiteres Beispiel soll die Mindestlohnregelung herhalten. Nun kann ich mir vorstellen, dass viele unglücklich über die Höhe ihres Verdienstes sind (wer ist das eigentlich nicht? ). Ab 2015 gilt nun ein flächendeckender Mindestlohn. Das erinnert mich übrigens recht stark an diktatorische DDR-Zeiten. Erste Auswirkungen dieser „Vereinbarung“ (wer hat das eigentlich mit wem vereinbart?) sind nun im Bekanntenkreis zu spüren.

Da gibt es einen Mann, welcher mit 700,- € Rente nicht gerade üppig ausgestattet ist. Das Essen ließ er sich bisher kommen. Nun steigt jedoch der Preis für ein Mittagessen drastisch an. Ursache: Mindestlohn (so war es zumindest in der Zeitung zu lesen: hier und hier)! Seite Miete beträgt 350,- € für die 1-Raum-Bude. Demnach hat er satte 350,- € im Monat für Speis, Trank, Möbel und Kleidung zur Verfügung. Wohngeld vom Amt? Fehlanzeige. Seine Rente ist um ca. 2 € zu hoch! Da schmerzt jeder Euro, den man mehr ausgeben muss. Das Ergebnis: Er hat seinem Essenanbieter gekündigt, weil er sich diesen Luxus nicht mehr leisten kann.

Irgendwo habe ich einmal gelesen, dass die Armutsgrenze bei ca. 900,-€ im Monat liegen soll. Wohlan, weiter so mit dem Regulierungswahn! Wir brauchen noch viel mehr davon! Ich hoffe das ich die letzten Aussagen nicht extra als Sarkasmus kennzeichnen muss.

Diese ganzen Gesetze haben mit einer irgendwie gearteten Solidarität oder mit sozialen Verhalten nicht das geringste zu tun. Wohl aber mit Sozialismus. Und ich hatte 30 Jahre Gelegenheit, ihn am eigenen Leib zu studieren. Und ich kann nur eines sagen: Sozialismus tötet: Immobilien, Infrastruktur und Menschen! Und der besagte Mann wird nicht verhungern, weil wir auch noch da sind. Das ist echte Hilfe.

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