Linux und die Globalisierung

Was hat denn nun Linux mit der Globalisierung zu tun? Zunächst ist sicher der Begriff Globalisierung zu klären. Ich bediene mich hier wieder beim guten Wikipedia:

Unter Globalisierung versteht man den Prozess der zunehmenden weltweiten Verflechtung in allen Bereichen (Wirtschaft, Politik, Kultur, Umwelt, Kommunikation etc.). Diese Intensivierung der globalen Beziehungen geschieht auf der Ebene von Individuen, Gesellschaften, Institutionen und Staaten. Als wesentliche Ursachen der Globalisierung gelten der technische Fortschritt (siehe auch: Digitale Revolution[1]), insbesondere in den Kommunikations- und Transporttechniken sowie die politischen Entscheidungen zur Liberalisierung des Welthandels.

Das hört sich ja erst einmal nicht schlecht an. Was ist aber das Problem der Globalisierung?

Mein subjektives Empfinden streubt sich, die wirtschaftliche Entwicklung als gut zu sehen. Das hat sicher tiefere Ursachen, welche ich nicht in allen Details darstellen kann (und will!). Was passiert denn vor unseren Augen? Jedes Unternehmen ist auf Gedeih und Verderb darauf angewiesen immer „besser“ zu werden. Besser heist hier, effizienter: aus jeder einsetzten Ressource mehr heraus holen (ok, das ist ein ökonomisches Grundgesetz ;-)). Und das machen viele Unternehmen nicht freilwillig, sondern sie tun es, weil sie ihren Aktionären verpflichtet sind. Das führt dazu, dass sich Großkonzerne nicht darum kümmern (können), ob sie umweltfreundlich arbeiten oder für ihre Belegschaft ein sicheres Einkommen gewährleisten. Wenn die Rendite für die Aktionäre sinkt, wird das Management alles tun, um das zu ändern. Das bedeutet in erster Linie Entlassungen und sonstige Einsparungen, wie bspw. Lohnkürzungen. Oft werden heute die Produktionsstandorte einfach verlegt. Das natürlich in Länder, in denen viel billigere Arbeitskräfte zu rekrutieren  sind.

Ich halte diese Entwicklung für äußerst bedenklich und menschenverachtend. Wo besteht denn da der Unterschied zur früheren Kolonialherrschaft?

Eine wirkliche globale, freundschaftliche und gleichberechtigte Zusammenarbeit findet nur sehr selten statt!

Und was hat das jetzt mit Linux zu tun? Nun Linux ist eine Entwicklung der internationalen Zusammenarbeit. Ich glaube sogar eine solches Projekt sucht in der Geschichte der Menschheit seines Gleichen. Noch nie ist ein Projekt von Menschen für Menschen in dieser Form realisiert worden. Linux steht jedem frei zur Verfügung. Viele Programmierer in der Welt arbeiten an diesem System und stellen das Ergebnis dieser Arbeit der Menschheit zur Verfügung. Und das ohne zu fragen: „Wie viel Millionen Euro kann ich denn bekommen?“

Sicher, man fragt sich wovon diese Entwickler leben. Die meisten habe ein Einkommen, so viel ist klar. Aber Linux ist ein Beispiel wie ich eine echte Globalisierung verstehe. Menschen arbeiten für Menschen und nicht gegen sie!

Die ganze Thematik hat also doch tiefer gehende Gründe und müsste noch weiter beleuchtet werden.

Es fehlt noch ein Wort zu MS-Windows: Wer wirklich für Freiheit (und Frieden) ist, sollte sich für Linux entscheiden. Das ist sicher für viele weit her geholt. Aber in diesem Falle können wir entscheiden! Das klappt nicht in allen Bereichen. Und wir sollten von unserer Entscheidungsfreiheit Gebrauch machen!

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